Mit 422 Meter ist der Lemberg die höchste Erhebung
Lemberg wird von den Sprachforschern als "Lindberg" gedeutet. Poeten bezeichnen ihn als König des Nahegaus: Gewaltig und majestätisch erhebt er sich über der Nahe. Der Porphyrit-Aufbau gibt Zeugnis von seinem vulkanischen Ursprung. Hierin liegt auch sein besonderer Reichtum begründet.
Der Quecksilberabbau, eine Einnahmequelle der Sickinger, lässt sich schon um die Mitte des 15. Jahrhunderts nachweisen. Der Zinnober auf dem Lemberg wurde von den Malern vergangener Epochen gerne verwendet. Die Kohlegewinnung spielte dagegen eine untergeordnete Rolle. Die Steinbrüche am Südhang sind ausgedehnt und der darin entstandene Lembergsee, weithin auch bekannt als Silbersee, verleiht der Umgebung ein eigenes landschaftliches Flair.
Auf den Höhen wurden bisher mehrere vorchristliche Altäre nachgewiesen, die den Beweis einer keltisch-römischen Kultstätte liefern. Vor etwa 2.000 Jahren trug der Berg ein keltisches Heiligtum, später bauten die Römer hier einen kleinen Merkurtempel. Darüber hinaus sind die verlassenen Bergwerkstollen des Lembergs letzte Zufluchtstätten einer Reihe seltener Fledermausarten.
Etwas weiter abwärts entdeckte man eine Steppen-Heide-Landschaft von besonderem botanischen Reiz; sie und weite Teile des Lembergs stehen unter Naturschutz. Von der Lemberghütte genießt der Wanderer einen herrlichen Ausblick in das Nahetal und weit darüber hinaus. Die reizvolle Fernsicht zieht Besucher von nah und fern stets von neuem in ihren Bann.
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| Impressionen Ausblick Lemberghütte | Soonwald Nahe Broschüre [1.449 KB] |
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