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Sehenswertes in und um Feilbingert

Feilbingert ist nicht nur ein Paradies für Wanderer, auch historische Gebäude und vor allem das Quecksilberbergwerk Schmittenstollen, machen Feilbingert zu einem lohnenden Ausflugsziel. Auf dieser Seite finden sie nur eine Auswahl von Sehenswürdigkeiten in Feilbingert und aus der näheren Umgebung (bis zu 5 km). Weitere Sehenswürdigkeiten finden sie auf der Seite Feilbingerter Impressionen.

 

Der Lemberg - "König der Nahe"

Besucherbergwerk Schmittenstollen

Ruine Burg Montfort

Altenbaumburg

Trombacher Hof/Trombachtal/Schinderhannesloch

Burgruine Rheingrafenstein

Burg Ebernburg

Besucherschmiede Blätz

Katholische Kirche St. Michael Feilbingert

Evangelische Martin-Luther-Kirche

Brunnen am Backesreil

Dorfbrunnen an der Weed

Ehemaliges Schwesternhaus

 

 

Der Lemberg - "König der Nahe"

Mit 422 Meter ist der Lemberg die höchste Erhebung an der Nahe. Der Lemberg ist Ausgangspunkt für viele Wanderungen. Ein sehr gut ausgeschildertes Wanderwegenetz mit Wanderkarten, Ruhebänken und Plätzen zum Verweilen, machen den besonderen Reiz einer Lembergwanderung aus.

Lemberg wird von den Sprachforschern als Lindberg gedeutet (siehe auch Naturschutzgebiet Lemberg). Poeten bezeichnen ihn als König des Nahegaues: Gewaltig und majestätisch erhebt er sich über der Nahe. Der porphyriete Aufbau gibt Zeugnis von seinem vulkanischen Ursprung. Hierin liegt auch sein besonderer Reichtum begründet.

Der Quecksilberabbau, eine Einnahmequelle der Sickinger, läßt sich schon um die Mitte des 15. Jahrhunderts nachweisen. Der Zinnober auf dem Lemberg wurde von den Malern vergangener Epochen gerne verwendet. Die Kohlegewinnung spielte dagegen eine untergeordnete Rolle. Die Steinbrüche am Südhang sind ausgedehnt und der darin entstandene Lembergsee, weithin auch bekannt als Silbersee, verleiht der Umgebung einen eigenen landschaftlichen Reiz. (siehe auch das Feilbingerter Wappen)

Etwas weiter abwärts entdeckte man eine Steppen-Heide-Landschaft von besonderem botanischen Reiz; sie und weite Teile des Lembergs stehen unter Naturschutz.

Die Lemberghütte des PfälzerwaldvereinsVon der Lemberghütte genießt der Wanderer einen herrlichen Ausblick in das Nahetal und weit darüber hinaus, Die reizvolle Fernsicht zieht Besucher von nah und fern stets von neuem in ihren Bann. Auf den Höhen wurden bisher mehrere vorchristliche Altäre nachgewiesen, die den Beweis einer keltisch-römischen Kultstätte liefern.

Vor etwa 2000 Jahren trug er ein keltisches Heiligtum, später bauten die Römer hier einen kleinen Merkurtempel.

Von den östlichen Hängen abwärts blickend erkennt man gegenüber in einem Tälchen die Ruine Montfort. Auf dieser Bergseite breiten sich ausgedehnte Weinberge aus. Oberhalb von Feilbingert liegt das malerische Sickinger Land, dem der Rotenfels zeitweise eine Silhouette verleiht, wie man sie selten romantischer erleben kann.

 

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Das Besucherbergwerk Schmittenstollen

Besuchergruppe im Inneren des Schmittenstollens 

Das Besucherbergwerk Schmittenstollen wurde nach 5jähriger Planungs- und Ausbauarbeit am 30.Mai 1981 der Öffentlichkeit übergeben. die Grube ist das einzige Quecksilberbergwerk, das im westeuropäischen Raum zu einer Besuchergrube ausgebaut wurde. Es gehörte zu den ehemals ca. 80 Quecksilberbergwerken, in denen seit Jahrhunderten bis in die neueste Zeit hinein Quecksilbervorkommen abgebaut wurden.

Große Halle im SchmittenstollenDie Grube Schmittenstollen erschließt die drei bekannten Quecksilberzüge im Wald von Niederhausen - den Schmittenzug, den Martinszug und den Zug Treue Zuversicht - und ist über einen 60m tiefen Fahr- und Förderschacht mit dem Karlsglücksstollen verbunden. Diese drei Gruben sind mit ca. 15.000m Stollen, Strecken und 100m Schächten aufgeschlossen, von denen im Schmittenstollen z.zt. rund 1000m für den Besucher freigegeben wurden

Der Schmittenstollen kann jedes Jahr in der Zeit vom 1.April bis 31. Oktober besichtigt werden. Montags ist das Bergwerk geschlossen. Für Kinder gibt es auf dem Gelände des Stollens einen Grubenerlebnisspielplatz und einen überdachten Grillplatz.

Zu Fuß erreichen sie den Stollen am Besten über Niederhausen. Möchten sie mit dem Auto zum Schmittenstollen, fahren sie über Feilbingert (sehr gut ausgeschildert) auf den Wald- und Wanderparkplatz. Von dort aus können sie bequem die 500m zu Fuß gehen, oder sich am Grubentelefon eine "Lore" bestellen.

Weitere Infos unter: http://www.schmittenstollen.de

 

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Ruine Burg Montfort

Die Ruine MONTFORT zählt zu den eindruckvollsten Burgresten der Pfalz. Heute abseits großer Verkehrswege, 10 km von Bad Münster a.St. Ebernburg entfernt und etwa 3 km von Feilbingert, in idyllischer Waldeinsamkeit gelegen, wurde die Burg um 1200 zur Überwachung einer nahen Heerstraße von den Grafen von Veldenz erbaut. Der Ursprung des Namens - übersetzt: ,,Starkenberg" - ist unsicher. Möglicherweise ist er ein Mitbringsel eines Kreuzritters aus Palästina, wo der Deutschritterorden eine mächtige Burg "Montfort" besaß. Der erste bekannte und wohl auch der bedeutendste Bewohner der Burg war Eberhard v. Lautem (1182-1240). Er war der Stammvater der Montforter. Sein Sohn nannte sich 1247 erstmals RITTER v. MONTFORT. Dieses Geschlecht starb 1432 aus. Es hatte in der Pfalz bedeutende Ämter inne und in 90 Orten der Vorderpfalz und Rheinhessen große und kleine Besitzungen. Sie waren geachtet und begütert, so daß sie es gar nicht nötig hatten, sich als Raubritter zu betätigen - was ihnen von Zeitgenossen gerne nachgesagt wurde. Als Wappen trugen sie einen geschachten rechten Schrägbalken in unterschiedlichen Farben mit und ohne Beizeichen.

Runie Burg Montfort heuteDie geballte Kampfkraft einer so großen Zahl von Rittern und Knechten hat sicherlich dazu beigetragen, daß Burg Montfort bis zum Jahre 1456 nachweislich niemals ernsthaft angegriffen oder belagert wurde. Es bedurfte der weit überlegenen Streitkräfte des Erzbischofs Diether von Mainz und des Kurfürsten Friedrich I. v.d. Pfalz, um am 19.10.1456 die Burg mit Feuerwaffen nach fünftägiger Belagerung zu erobern und zu zerstören. Damit sollten jedoch weniger die Burgbewohner als deren Lehnsherr, Herzog Ludwig der Schwarze von Pfalz-Zweibrücken, geschädigt werden. Mit Ausnahme des Wohnturmes ist danach der übrige Burganteil nicht wieder aufgebaut worden.

Einer der vertriebenen Ganerben, der Ritter Boos von Waldeck, baute sich um 1480 aus Trümmersteinen der Burg im Tal ein ,,Neues Schloß", das der Vorläufer des heutigen ,,Montforter Hofes" wurde.

In den jetzt noch erhaltenen Trümmern dieser Zerstörung haben wir das in Deutschland ganz seltene Beispiel einer noch nicht auf Pulvergeschütze eingestellten mittelalterlichen Burg vor uns, deren heute noch deutlich sichtbaren Anlagen aus dem 12. bis 15. Jh. stammen und deren Bild in späteren Zeiten nicht durch Modernisierungen oder Verstärkungsbauten gegen Feuerwaffen verändert wurde.

 

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Altenbaumburg

Die Ruine Altenbaumburg liegt nur etwa 3-4 km Fußweg von Feilbingert entfernt in dem Dörfchen Altenbamberg. Sie wurde 1129 erstmals erwähnt. 1140 saß ein Graf Emich I. auf dieser Burg. Die Burganlage war nach Erweiterungen und Umbauten dreigeteilt und läßt noch heute ihre für damalige Zeit günstige militärische Lage erkennen. Im Jahr 1253 erbaute Raugraf Konrad die Vorburg Treuenfels, von der auch noch Reste erhalten sind. Im 14. bis 16. Jahrhundert waren die Besitzungen als kurpfälzisches Lehen in den Händen der Herren von Cronberg. 1689 wurde die Burg von französischen Truppen zerstört. In einem 1981/82 wieder errichteten Burggebäude befindet sich ein Restaurant.

 

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Trombacher Hof

Ganz in der Nähe von Feilbingert, am Anfang des romantischen Trombachtals, befindet sich der Trombacherhof, ein ehemaliges Nonnenkloster, das im Jahr 1496 erbaut wurde. Heute befindet sich die Anlage im Privatbesitz. Der Spaziergang durch das Trombachtal hinab zum Stausee in Niederhausen lohnt sich sehr. Dort, im Wald von Niederhausen, befindet sich auch das "Schinderhannes-Loch". Hier soll der "Hunsrück Robin Hood" einige Zeit gelebt haben und seine Beute versteckt haben.

 

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Burgruine Rheingrafenstein

Nur 5 km entfernt von Feilbingert, in dem Kurort Bad Münster am Stein Ebernburg, liegt die Burgruine Rheingrafenstein. Die Burg war im 12. Jahrhundert im Besitz des Ritters Wolfram VI. von Stein. Sein Nachkomme Wolfram nannte sich um 1200 als erster "Rheingraf vom Stein". Die Burg erhielt von diesem ihren Namen ,,Rheingrafenstein". Im Jahr 1620 durch den spanischen General Spinola erobert, wurde sie 1688 durch die Franzosen in die Luft gesprengt. Auf einem 135 m hohen, steil zur Nahe abfallenden Porphyrfelsen stehen die geringen Reste der Burg. Auf der heutigen, als herrlichem Aussichtspunkt dienenden Plattform stand einst ein Wohnturm, der nur durch einen Treppenturm zugänglich war. Im Südwesten liegen noch einige Mauerreste, die wahrscheinlich zur Vorburg ,,Affenstein" (Afterstein) (im Jahr 1426 als Lehen der Rheingrafen) gehören. Restaurierungsarbeiten sicherten Aufstieg und Zugang. Vom Naheufer aus erreichen sie die Burg am Besten über das Huttental. Sehr schön ist die Überfahrt ins Tal mit der Fähre. Weitere Sehenswürdigkeiten in und um Bad Münster am Stein können sie auf deren Website http://www.bad-muenster-am-stein.de nachlesen.

 

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Burg Ebernburg

Burg Ebernburg heuteEbenfalls nur 5 km von Feilbingert entfernt, in Bad Münster am Stein, im Ortsteil Ebernburg, befindet sich die Ebernburg. Die Burg wurde der Sage nach im 10. Jahrhundert von einem Grafen Eburo (= Eberhard) erbaut, der ihr auch den Namen gab. 1212 erstmals urkundlich erwähnt, kam sie im 14. Jahrhundert an die Grafen von Sponheim-Kreuznach und 1437 deren Erben, u. a. die Kurpfalz. 1481 wurde dort Franz von Sickingen geboren, Sohn eines Lehnsmannes der Kurpfalz, Amtmann in Kreuznach, der die Burg weiter ausbaute (siehe Wappen von Feilbingert). Franz nahm mehrere Gelehrte, die später als Reformatoren bekannt wurden, auf, so Ulrich von Hutten, Reuchlin, Aquila u. a.; in der Überlieferung erhielt die Burg daher den Namen ,,Herberge der Gerechtigkeit". 1688 wurde sie von den Franzosen zerstört. Heute sind aus den Ruinen neue Gebäude emporgewachsen, die eine ländliche Heimvolkshochschule und ein Restaurant beherbergen.

 

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Besucherschmiede Blätz

Zeichnung auf dem Haus der Schmiede BlätzDie alte Dorfschmiede wurde um die Zeit des deutsch-franzöischen Krieges, also um 1870 erbaut. Das Wohnhaus mit Scheune, an dem die Schmiede angebaut ist, trägt über der Eingangstür die Aufschrift "Philipp Schulz 1868". Er war der Vater des späteren Schmiedemeisters Emil Schulz. Im Jahre 1909 wurde von Emil Schulz ein größerer Kamin und eine moderne Esse eingebaut. Der Bauplan ist noch vorhanden. 1910 trat Philipp Blätz als Lehrjunge in den Schmiedebetrieb ein. An den Folgen eines Unfalls, verursacht durch einen Ochsen, der beschlagen werden sollte, verstarb der Begründer der Schmiede im Jahre 1923. Philipp Blätz übernahm die Schmiede. Erst im Jahre 1925 wurde die Schmiede mit Strom versorgt; vorher mußte alles mit der Hand gebohrt und im Feuer geschweißt werden. Die Luftzufuhr für das Schmiedefeuer wurde zuerst mit einem Spitzbalg und später mit einem weit größeren, oberhalb der Feuerstelle angebrachten Blasebalg besorgt. Erst um 1930 wurde ein elektrisch betriebener Ventilator installiert. Um 1935 wurde ein Schleifstein über die jetzt noch vorhandene Transmission angetrieben, davor mußte auch der Schleifstein immer in mühevoller Arbeit von Hand gedreht werden. 1937 wurde ein Autogen-Schweißgerät angeschafft, welches 1955 durch ein elektrisches ersetzt wurde. Genau wie bei seinen Vorgängern wurde auch von Philipp Blätz mehrere junge Burschen im Beruf des Huf- und Wagenschmiedes ausgebildet, so auch sein Sohn, der jetzige Eigentümer der schon historischen Schmiede, Helmut Blätz. Bedingt durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft und das "Höfesterben" in unserer Gemeinde, wurde der Schmiedebetrieb 1968 eingestellt.

Im Januar 1997 wurde sie schließlich im Rahmen der "Macht-mit!"-Aktion des Südwestfunkfernsehens von 35 fleißigen Helfern in nur 4 Tagen von Grund auf renoviert und instandgesetzt. Das Ergebnis, das sich den Besuchern heute als "Besucher-Schmiede" präsentiert, wurde durch eine rd. 15-minütige Fernseh-Live-Schaltung aus Feilbingert weit über die Ortsgrenzen hinaus im ganzen Land bekannt.

Die voll funktionsfähige historische Besucherschmiede kann nach vorheriger telefonsicher Anmeldung (06708-3503) jederzeit besichtigt werden.

 

 

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© 1999 Torsten Hahn, Feilbingert